SymbolbildDie Ameise, die die Welt drehen will.
These 1: Vor allem menschengemacht. Der Mensch ist die wesentliche Ursache der heutigen Erwärmung. Daraus folgt die Forderung, unser Verhalten zu ändern und Treibhausgasemissionen zu senken.
Unser Planet. Unsere Fragen.
Darin besteht Einigkeit. Die Frage ist: Ist der Mensch der wesentliche Verursacher des heutigen Klimawandels oder wirken überwiegend natürliche Einflüsse?
Auf den Punkt gebracht:
Greenpeace Mitbegründer
„Ich bin fest davon überzeugt, dass die Zukunft zeigen wird, dass diese ganze Hysterie über den Klimawandel eine komplette Erfindung war.“
„CO2 ist der wichtigste Nährstoff für alles Leben auf der Erde und ohne es wäre dies ein toter Planet.“
01 / Zwei Thesen zur Ursache
Ist der heutige Klimawandel vor allem menschengemacht oder natürlich? Diese beiden zugespitzten Positionen stellen unterschiedliche Ursachen und Handlungsmöglichkeiten in den Mittelpunkt.
SymbolbildThese 1: Vor allem menschengemacht. Der Mensch ist die wesentliche Ursache der heutigen Erwärmung. Daraus folgt die Forderung, unser Verhalten zu ändern und Treibhausgasemissionen zu senken.
SymbolbildThese 2: Vor allem natürlichen Ursprungs. Das Klima hängt von viel mehr ab als nur von CO₂. Diese Gegenposition führt den heutigen Wandel vor allem auf natürliche Einflüsse zurück und bezweifelt die vorrangige Rolle menschlicher Emissionen.
Zwei zugespitzte Positionen, keine gleichgewichtige Beweislage. Welche Ursachen die Beobachtungen erklären, wird anhand von Messungen, Wirkmechanismen und weiteren Belegen geprüft. Zur Einordnung der Forschung →
Zwischenschritt / Menschliche Aktivitäten und Emissionen
Strom, Wärme, Mobilität, Produktion und Ernährung: Hinter einer globalen Zahl stehen sehr verschiedene Tätigkeiten. Entscheidend ist, was erfasst wird und wo die Emission entsteht.
Kohle, Erdgas und Öl für Strom und zentrale Wärme. Der Stromverbrauch in Haushalten und Betrieben wird hier nicht nochmals als zusätzliche Emission gezählt.
Personen- und Güterverkehr, einschließlich internationaler Luft- und Schifffahrt. Die Zahl ist nicht allein Tourismus; sie umfasst auch Arbeitswege, Handel und Logistik.
Brennstoffe in der industriellen Fertigung. Davon getrennt stehen unten die chemischen Prozessemissionen; zugekaufter Strom bleibt im Kraftwerkssektor.
Kleine stationäre, nichtindustrielle Feuerungen. Hier stehen direkte Brennstoffemissionen, nicht der gesamte Fußabdruck von Wohnen, Bau und Haushaltsstrom.
CO₂ aus stofflichen Reaktionen, zum Beispiel beim Kalkbrennen. Diese Emissionen entstehen zusätzlich zur Energieerzeugung und werden getrennt bilanziert.
Fossile Brennstoffe bereitstellen und verarbeiten, einschließlich Abfackeln. Methanverluste sind nicht Teil einer reinen CO₂-Zahl.
Nur die in diesem Sektor erfassten direkten CO₂-Quellen. Methan aus Tierhaltung, Lachgas aus Böden, Landnutzungsänderungen und vorgelagerte Energie gehören nicht pauschal in diese kleine Zahl.
Nur der fossile CO₂-Anteil dieses Inventarsektors. Deponiemethan und der gesamte Lebenszyklus weggeworfener Produkte sind damit nicht abgebildet.
Bezugsgröße sind 39.632,7 Millionen Tonnen CO₂, die Summe der veröffentlichten Sektorwerte. Anteil = Sektormenge / Summe × 100. Gerundete Prozentwerte können in der Summe geringfügig von 100 % abweichen. Der Datensatz ist eine globale Inventarschätzung, kein direkt gewogener Welt-Ausstoß.
Emissionsort statt doppelter Lebenszyklusbilanz: Kraftwerksstrom, Industrieproduktion und Transport werden nicht zusätzlich noch einmal unter Konsum, Ernährung oder Haushalt addiert. Ein Lebensmittel, eine Reise oder ein Haus kann mehrere dieser Sektoren berühren.
Mit Landnutzung wird die globale Bilanz breiter: Der Global Carbon Budget 2025 nennt für 2024 insgesamt rund 42,4 Milliarden Tonnen CO₂ aus fossilen Quellen und Netto-Landnutzungsänderungen, einschließlich des berücksichtigten Zement-Karbonatisierungseffekts. Diese andere Inventarbilanz wird hier nicht mit den EDGAR-Werten vermischt.
Die Sektoraufteilung bleibt bewusst auf einem gemeinsamen Datenjahr und einer Definition. Sie ersetzt keine anderen, bereits auf dieser Seite verwendeten Emissionsreihen.
03 / Zwei Messreihen. Eine Frage nach dem Zusammenhang.
Beide Kurven steigen. Doch aus dem gemeinsamen Verlauf allein lässt sich keine Ursache ablesen. Zuerst die Beobachtung, dann die Frage nach dem Zusammenhang.
Globale CO₂-Konzentration
425,62 ppmGlobale Temperaturanomalie
+1,19 °CZwei steigende Kurven allein sind noch kein Beweis. Für eine Ursachenerklärung zählen auch die Eigenschaften des Gases und weitere Messungen. Die Kostenfrage ist davon getrennt.
Welchen Anteil haben menschliche Emissionen, etwa aus fossilen Brennstoffen und Landnutzung? Welche Rolle spielen natürliche Quellen und die Aufnahme durch Land und Ozeane?
02 / Ursachen & Einfluss
Sonne, Ozeane, Vulkane, Treibhausgase und Wolken gehören zum selben System. Die entscheidende Frage: Welche Veränderung erklärt welchen Trend?
Ein Beispiel für unterschiedliche Deutungen
Hier wird exemplarisch eine These gezeigt, nach der Wolken einen ausgleichenden Effekt haben könnten. Gemeint ist ein möglicher Regelkreis, der zusätzliche Erwärmung teilweise dämpft.
„Im Gegensatz zum IPCC und anderen großen Institutionen vertritt er die Ansicht, dass das Klima in erster Linie durch den so genannten „Wolkenthermostat“ bestimmt wird, einen selbstregulierenden Prozess, bei dem sich die Erde mit mehr Wolken bedeckt, wenn die Temperatur zu hoch ist, und umgekehrt. Er akzeptiert zwar die Beobachtungen, die zeigen, dass das atmosphärische Kohlendioxid zunimmt, glaubt aber, dass die Wirkung des Gases auf die Wärmeübertragung durch einen großen natürlichen Wolkenzyklus überlagert wird.
„Es [das Kohlendioxid] kann vom Menschen erzeugt werden oder auch nicht“, so Clauser. „Es spielt keine Rolle, woher es kommt.““
Dr. John Clauser, Nobelpreis 2022

Illustrative Motive. Sichtbare Abgasfahnen sind nicht das unsichtbare CO₂-Gas selbst. Eine große Energiequelle ist nicht automatisch die Ursache eines zunehmenden Trends.
CO₂ und Leben / Der Baum als Beispiel
CO₂ ist nicht nur eine Größe in einer Klimarechnung. Das folgende Beispiel soll das Zusammenspiel von Sauerstoff, Kohlendioxid, Wasser und Pflanzenwachstum anschaulich machen.

Am Beispiel einer 100-jährigen Buche
Eine 100-jährige Buche hat 600.000 Blätter und damit eine 1.500 Quadratmeter große Blattoberfläche.

04 / Klimaschutz als Staatsaufgabe · unsere Kostenfrage
Die Politik setzt auf weniger Treibhausgase.
Wir fragen: Wie viel bringt das – und was kostet es?
Deutschland hat die Minderung von Treibhausgasen gesetzlich festgeschrieben: mindestens 65 % weniger bis 2030 und 88 % bis 2040 gegenüber 1990, netto treibhausgasneutral bis 2045. Das Pariser Abkommen setzt den internationalen Rahmen.
Die dahinterstehende Überlegung: Weniger CO₂ soll zusätzliche Erwärmung begrenzen. Dadurch sollen Schäden und Belastungen geringer ausfallen. Den geschätzten Wert dieser vermiedenen Folgen nennen wir hier Klima-Nutzen. Das ist kein ausgezahltes Geld.
Zwei Kurven allein beweisen keine Ursache. Die Forschung stützt die CO₂-Wirkung aber auch auf Physik und weitere Messungen. Unsere Kostenkritik lautet deshalb: Selbst eine begründete Klimawirkung macht nicht jede teure Maßnahme wirtschaftlich.
Die entscheidende Gegenfrage:
Steht dieser Vorteil in einem vernünftigen Verhältnis zum Aufwand?
Rückblick / Was deutsche Stromkunden bezahlt haben
Über die Stromrechnung finanzierten Stromkunden die Förderung erneuerbarer Energien mit – etwa von Wind-, Solar- und Biomasseanlagen. Diese zusätzliche Abgabe hieß EEG-Umlage. Für 2000–2021 sind hier insgesamt 200,51 Milliarden Euro Einzahlungen dokumentiert.
Von Stromkunden bezahlt
EEG-Umlage · 2000–2021
200,51Mrd. €
Einzahlungen zur Finanzierung der Ökostromförderung.
Angesetzter Klima-Nutzen
Wert vermiedener Klimafolgen in unserer Rechnung
10,14Mrd. €
2,027 Milliarden Tonnen aus der Evaluation × 5 Euro je Tonne. Kein ausgezahlter Ertrag.
Was die rechte Seite bedeutet: Die Evaluation bewertet die angesetzte CO₂-Vermeidung mit rund 10,14 Milliarden Euro. Das ist ein Modellwert, keine gemessene Ersparnis. Die EEG-Einzahlungen links sind ein Finanzierungsstrom, nicht automatisch ein volkswirtschaftlicher Nettoverlust.
EEG einfach erklärt: Anlagenbetreiber erhielten Förderzahlungen für erneuerbaren Strom. Verkaufserlöse finanzierten einen Teil; die Mehrkosten wurden über die EEG-Umlage auf die belasteten Stromkunden verteilt. Nicht jede Kundengruppe war gleich belastet. Seit Juli 2022 wird die Umlage nicht mehr erhoben.
Links ein Finanzierungsstrom, rechts die vereinfachte Bewertung der Evaluation. Keine gemessene Gesamtrendite und kein nachgewiesener Nettoverlust. Abgrenzung nachlesen →
Was neben der EEG-Umlage noch im Raum steht
Ausblick / Große Investitionen und erhoffter Klima-Nutzen
Für den Ausbau der Stromnetze nannte der Bundesrechnungshof 2024 mehr als 460 Milliarden Euro Investitionen bis 2045. Daneben steht der in dieser Evaluation berechnete Klima-Nutzen eines 20-jährigen CO₂-Reduktionspfads: 28,68 Milliarden Euro.
Investitionen bis 2045
Nur der Stromnetzausbau · Bericht 2024
Über
460Mrd. €
Vom Bundesrechnungshof genannte Planung bis 2045.
Angesetzter Klima-Nutzen
Gesonderter 20-Jahres-Reduktionspfad
28,68Mrd. €
5,735 Milliarden Tonnen CO2 × 5 Euro.
Zwei Größenordnungen – keine gemeinsame Projektbilanz: Die 460 Milliarden betreffen Stromnetze. Die 28,68 Milliarden bewerten einen anderen, umfassenderen Reduktionspfad. Daraus lässt sich nicht die Rendite des Netzausbaus berechnen.
Netzinvestitionen sind nicht die Kosten des rechts dargestellten Reduktionsmodells. Beide Angaben sind daher keine gemeinsame Kosten-Nutzen-Bilanz. Einen gemeinsamen Pfad rechnen →
05 / Weltweit CO₂ einsparen. Die Größen verstehen.
Hier rechnen wir mit der zentralen IPCC-Beziehung zwischen insgesamt ausgestoßenem CO₂ und zusätzlicher Erwärmung. Verglichen werden zwei Zukünfte: mit mehr und mit weniger Emissionen.
Eine Billion Tonnen weniger Emissionen
Gegenüber der Zukunft ohne diese Einsparung
Weniger Erwärmung – nicht eine feste Endtemperatur: Die Welt wäre im Modell um etwa 0,45 Grad weniger warm als ohne diese Einsparung. Das bedeutet weder „nur 0,45 Grad Erwärmung insgesamt“ noch eine Abkühlung gegenüber heute. Wahrscheinlicher Bereich: 0,27–0,63 Grad je 1.000 Milliarden Tonnen.
Selbst rechnen / CO₂ einsparen → Erwärmung vermeiden
Gib ein, wie viele Milliarden Tonnen weltweit insgesamt weniger ausgestoßen werden. Das Ergebnis zeigt den Unterschied zur Zukunft ohne diese Einsparung.
1 Milliarde Tonnen = 1 Gigatonne (Gt). Rechenbereich: 0 bis 10.000 Milliarden Tonnen.
1.000 Milliarden Tonnen = 1.000 Gt = 1.000.000.000.000 Tonnen.
Bereich nach der TCRE-Spanne: 0,27 bis 0,63 °C.
1.000 / 1.000 × 0,45 = 0,45 °C
Eine über viele Jahre aufsummierte Einsparung ist etwas anderes als die Einsparung in einem einzigen Jahr. Die Zahlen unten zeigen deshalb ausdrücklich jährliche Minderungen.
Zum Beispiel: Für ein Grad weniger zusätzliche Erwärmung ergeben sich zentral rund 2.222 Milliarden Tonnen weniger CO₂. Das ist eine Modellumrechnung, kein politischer Zahlungsplan.
Zum Ausprobieren: 0,1 · 0,45 · 1,0 · 1,5 · 2,0 °C
0,1 / 0,45 × 1.000 = 222,22 Gt
Die Einheit der großen Jahresziele.
Weltweite Einsparungen bis 2050 / Das 1,5-Grad-Szenario des IPCC
Für ein 1,5-Grad-Szenario beschreibt der IPCC immer stärkere weltweite Minderungen. Hier sind die mittleren Prozentwerte in Milliarden Tonnen pro Jahr umgerechnet – jeweils weniger als 2019. Das sind Rechenszenarien, keine bereits beschlossene einheitliche Weltquote.
Pro Jahr weniger als 2019.
Im dargestellten weltweiten Szenario.
Pro Jahr weniger als 2019.
Im dargestellten weltweiten Szenario.
Pro Jahr weniger als 2019.
Im dargestellten weltweiten Szenario.
Pro Jahr weniger als 2019.
Im dargestellten weltweiten Szenario.
ca. 21,4 Mrd. t/Jahr weniger*
Bandbreite 36–69 %
ca. 29,0 Mrd. t/Jahr weniger*
Bandbreite 50–96 %
ca. 35,7 Mrd. t/Jahr weniger*
Bandbreite 61–109 %
ca. 44,2 Mrd. t/Jahr weniger*
Bandbreite 79–119 %
Balken: im Median verbleibender Jahresausstoß relativ zu 2019. Bandbreiten: 5.–95. Perzentil. Werte über 100 % Minderung bedeuten netto negative Emissionen. Die Pfadkategorie erreicht 1,5 °C mit einer Wahrscheinlichkeit über 50 % unter ihren Modellannahmen.
*Eigene Mengenillustration: Median-Minderung angewendet auf rund 44,6 Milliarden Tonnen CO₂/Jahr im Jahr 2019, einschließlich Netto-Landnutzung. Keine gesondert veröffentlichte IPCC-Projektion und keine heute verbindlich vereinbarte globale Tonnenquote.
Für 2019 weist der IPCC gerundet 38 Gt CO₂ aus fossilen Quellen und Industrie sowie 6,6 Gt aus Netto-Landnutzungsänderungen aus. Zusammen sind das rund 44,6 Milliarden Tonnen im Jahr.
Die rein rechnerische Anwendung der Median-Minderungen auf diese gerundete Basis ergibt: 2030 rund 21,4 Milliarden Tonnen weniger pro Jahr; 2035 rund 29,0 Milliarden; 2050 rund 44,2 Milliarden. Das ist eine eigene Größenordnungsumrechnung, keine gesonderte IPCC-Projektion. Nicht mit der 2024er Weltmenge ohne Landnutzung im Ländervergleich gleichsetzen.
Eine eingesparte Jahresmenge ist noch keine Gesamteinsparung bis 2050. Dafür braucht man den vollständigen Verlauf und einen Vergleichspfad. Die Rechnung unten zeigt genau das für Deutschland.

06 / Das Tauschgeschäft: Was kostet welcher Vorteil?
Die Politik will durch weniger Erwärmung Schäden vermeiden. Aber was ist dieser erhoffte Vorteil wert? Die Evaluation setzt dafür 5 Euro je zusätzlich global vermiedener Tonne CO₂ an. Erst mit diesem gewählten Wert lässt sich Nutzen gegen Kosten rechnen.
Was ist Klima-Nutzen?
Stell dir zwei Zukünfte vor: In der einen wird mehr CO₂ ausgestoßen, in der anderen weniger. Mit weniger zusätzlicher Erwärmung sollen etwa Schäden an Gesundheit, Ernten oder Küsten geringer ausfallen. Den geschätzten Wert dieser vermiedenen Folgen nennen wir Klima-Nutzen.
Diese Seite rechnet mit 5 Euro Nutzen je vermiedener Tonne. Das ist der niedrige Bewertungsansatz der Evaluation – kein Messwert und kein von der Bundesregierung festgelegter Schadenswert. Anpassung, positive Effekte und der Zeitpunkt der Folgen beeinflussen die Bewertung.
1.000 Milliarden Tonnen × 5 Euro = 5 Billionen Euro Klima-Nutzen.
5 Billionen Euro sind hier der berechnete Nutzen, nicht der notwendige Kaufpreis für 0,45 Grad. Würde die Vermeidung ebenfalls 5 Billionen Euro kosten, bliebe in dieser reinen Klima-Rechnung kein Überschuss. Erst geringere Kosten ergeben einen positiven Saldo.
je tatsächlich zusätzlich global vermiedener Tonne CO₂
KEIN MESSWERTUnsere Rechnung setzt für jede zusätzlich global vermiedene Tonne CO₂ 5 Euro Klima-Nutzen an. Kostet ihre Vermeidung weniger, bleibt in der reinen Klima-Bilanz etwas übrig. Kostet sie mehr, wird der Saldo negativ.
Ein einfaches Beispiel: 100 Euro ausgeben, 5 Euro Vorteil erzielen – das sind 95 Euro weniger Nutzen als Kosten. Andere Nutzenbewertungen und zusätzliche Vorteile können das Ergebnis ändern. Die 5 Euro sind keine allgemeingültige Preisobergrenze.
Die TCRE verknüpft die kumulierte CO₂-Menge mit einer Temperaturdifferenz. Der zentrale Referenzwert beträgt 0,45 °C je 1.000 Gt.
Die Evaluation betrachtet Hitze, Kälte, Niederschlag, Landwirtschaft, CO₂-Düngung, Ozeanchemie, Anpassung und wirtschaftliche Folgen. Diese Größen sind nicht durch die Temperatur allein festgelegt.
Die Zusammenführung zu 5 Euro ist eine niedrige eigene Bewertungsentscheidung. Der Bericht leitet keinen gemessenen Einheits-Schaden und kein wissenschaftlich gesichertes Maximum ab.
Bei 50 Jahren, 3 % Diskontierung und konstant 104,7 Billionen Euro Welt-BIP passt dazu eine marginale Netto-Schadenssteigung von rund 0,41 % je Grad. Die Rückrechnung prüft die Konsistenz – sie beweist den Ansatz nicht.
Kein Beweis für einen wahren Schaden: Diese Kalibrierung zeigt, welche angenommene Schadenssteigung zum aktuellen Wert im Rechner passt. Referenzmodell der Evaluation: 104,7 Billionen Euro Welt-BIP konstant und zentrale TCRE.
Passende marginale Netto-Schadenssteigung:
des jährlichen Welt-BIP je zusätzlichem Grad.
Eine Tonne CO₂ / Nutzen gegen reale Zusatzkosten
Links der angesetzte Vorteil, rechts der Aufwand für dieselbe vermiedene Tonne. Mit den Beispielwerten ist der Aufwand zwanzigmal so groß wie der Klima-Nutzen. Verändere die Werte und beobachte die Waage.
Nettonutzen = Klima-Nutzen − Zusatzkosten
Das ist ein veränderbares Rechenbeispiel. Der 5-Euro-Nutzen stammt aus unserer Evaluation; die Kostenseite ist frei einstellbar.
Waage als Vergleichssymbol; keine physikalische Gewichtsskala.
Negativer Saldo: Die Zusatzkosten liegen über dem angesetzten Klima-Nutzen. Weitere Vorteile sind hier noch nicht enthalten.
Wenn der reine Klimanutzen pro vermiedener Tonne mit 5 Euro angesetzt wird, liegt die Größenordnung im Bereich sehr kleiner Alltagsausgaben.
In dieser Größenordnung denkt man bereits an einen Wocheneinkauf, eine Tankfüllung oder einen kleinen Haushaltskauf – nicht mehr an einen symbolischen 5-Euro-Wert.
Schon die niedrige Kostenseite liegt deutlich über dem 5-Euro-Ansatz.
Bei 500 Euro je Tonne wird das Missverhältnis für viele Menschen sofort sichtbar.
Im oberen Bereich sprechen wir über Ausgaben, die man mit größeren Anschaffungen verbindet.
Keine Bewertung eines konkreten Programms. Kosten und Nutzen müssen denselben Preisstand und Zeitraum betreffen. *315 €: UBA-Vergleichswert für Emissionen 2026, Preisstand 2024, Zeitpräferenz 1 %.
Größenordnungen aus der Evaluation
Historische Förderquotienten. Keine Rangliste und keine vollständige Nettokostenrechnung.
Historischer Brutto-Förderquotient
Globale zusätzliche Vermeidung
Lebensdauerrechnung mit 15–30 Jahren
Globale zusätzliche Vermeidung
Lebenszyklus- und Mengenannahmen
Globale zusätzliche Vermeidung
Die Bezugsgrößen sind verschieden: Links Fördergeld pro bilanziell vermiedener Tonne, teils CO₂-Äquivalente; rechts ein Bewertungswert pro zusätzlich global vermiedener Tonne CO₂. Die Abstände sind sichtbar, aber kein nachgewiesener Nettoverlust. Lebensdauer, Mitnahme, Vermögenswerte, Brennstoffersparnisse und weitere Nutzen gehören in die vollständige Rechnung.
Größenordnung der eigenen Evaluation. Unterschiedliche Brutto-Finanzströme, rund 2,027 Gt bilanzierte CO₂-Äquivalente; kein nachgewiesener Nettowohlfahrtsverlust.
11 Mrd. Euro Förderrahmen, 2,6 Mio. t CO₂-Äquivalente pro Jahr, 15–30 Jahre Wirkung. Mitnahme, Mehrkosten und Energieeinsparungen müssen zusätzlich geprüft werden.
10 Mrd. Euro, 2,1 Mio. Fahrzeuge, angenommene 10–30 t CO₂-Äquivalente Vorteil je Fahrzeug. Ob die Förderung den Kauf ausgelöst hat, bleibt eine eigene Frage.
1 Mrd. Euro reale Zusatzkosten geteilt durch 2 bis 0,5 Mio. tatsächlich zusätzlich global vermiedene Tonnen. Eine Rechenübung – keine pauschale Behauptung über konkrete Maßnahmen.
08 / Von der einzelnen Tonne zu Milliarden
Was bereits geflossen ist, bleibt getrennt von zukünftigen Szenarien. Kein Addieren von Förderungen und Investitionen zu einem vermeintlich sicheren Gesamtverlust.
Dokumentierter Brutto-Finanzierungsstrom.
2,027 Milliarden Tonnen × 5 €.
Die Studie rekonstruiert für diesen Zeitraum rund 2,027 Gt CO₂-Äquivalente im Strombereich. Rechts steht ihre vereinfachende CO₂-Gleichsetzung bei vollständiger globaler Zusätzlichkeit. Das ist ein Bewertungsbeispiel, keine Messung des tatsächlichen Gesamtnutzens. Der EEG-Stromausbau ist zudem nicht identisch mit der gesamten erneuerbaren Vermeidung. 200,51 minus 10,14 ist deshalb kein belegter volkswirtschaftlicher Verlust.
Links stehen nominale historische Zahlungen, rechts eine Bewertung zum Arbeitswert der Evaluation ohne automatische Preisjahrangleichung. Eine vollständige Kosten-Nutzen-Rechnung braucht reale Zusatzkosten und einen gemeinsamen Preisstand. Die breitere, in der Studie genannte Verbraucherbelastung von rund 300 Mrd. € ist eine andere Abgrenzung und wird nicht dazuaddiert.
Für Klimawirkung im engeren Sinn wäre die CO₂-Komponente gesondert zu bestimmen. Für den Gesamtnutzen kommen unter anderem Anlagenwerte, Luftqualität und Brennstoffersparnisse hinzu.
Veränderbare Szenarioannahme, kein Haushaltsplan.
5,735 Milliarden Tonnen CO₂ × 5 €.
573,5 Mio. t CO₂/Jahr sinken über 20 Modelljahre linear auf null statt konstant zu bleiben. Kein Leakage, 100 % Zusätzlichkeit. Gemeinsamer realer Preisstand der beiden Geldwerte vorausgesetzt; weitere Nutzen sind nicht enthalten. Die Studie verwendet solche Kostenszenarien, prognostiziert damit aber keine tatsächlichen Gesamtausgaben.
Sofort null statt linear? Unten selbst vergleichen →Separater Planungsmaßstab: So bezifferte der Bundesrechnungshof 2024 die erforderlichen Stromnetzinvestitionen. Bruttoinvestitionen schaffen Infrastruktur; sie sind weder die Gesamtkosten der Klimapolitik noch ohne Weiteres den 5,735 Gt oben zuzurechnen. Nicht dazuaddieren.
Die 200,51 Mrd. € EEG-Umlage sind nur ein Teil der Debatte. Auf anderen Ebenen werden zusätzliche Belastungs- und Investitionsblöcke genannt. Diese Größen dürfen nicht blind zusammengerechnet werden, sie zeigen aber: Die Diskussion endet nicht bei der EEG-Umlage.
Die Studie nennt eine breitere Verbraucherbelastung von rund 300 Mrd. € als andere Abgrenzung. Das ist nicht identisch mit der EEG-Umlage und wird hier deshalb nicht addiert.
Der Bundesrechnungshof bezifferte 2024 den erforderlichen Stromnetzausbau in dieser Größenordnung. Das sind Infrastrukturinvestitionen zusätzlich zur Umlagelogik.
Dazu kommen eigene Programme wie Gebäudeförderung oder andere Transformationsmaßnahmen. In den Vergleichen auf dieser Seite tauchen sie deshalb separat auf – nicht als versteckte Unterposition der EEG-Umlage.

09 / Ein Planet. Viele Anteile.
Wie groß ein Anteil erscheint, hängt auch von der Frage ab: Jahresmenge, Pro-Kopf-Emissionen und historischer Ausstoß zeigen unterschiedliche Perspektiven.
Ein deutscher Jahresausstoß entspricht rund 0,258 % dieser 222,22-Milliarden-Tonnen-Rechengröße. Das ist ein Mengenvergleich mit der zentralen TCRE, keine nationale Pflichtquote.
2024 · fossil + Industrie · ohne Landnutzung
Indexvergleich, 1990 = 100. Keine erfundenen Zwischenjahre.
Das ist der Ausgangswert 2025 für unseren Deutschland-Rechner. Der Rückgang seit 1990 ist bilanziert. Welcher Anteil durch eine bestimmte Maßnahme verursacht wurde, ist eine andere Frage.
Der internationale Vergleich verwendet GCB 2024. Das deutsche Szenario verwendet UBA 2025. Abgrenzungen, Berichtsjahre und Revisionen werden nicht stillschweigend vermischt.
Internationaler Vergleich / Kommentar und Daten
Der eingesandte Kommentar kritisiert die politische Konzentration auf individuelle Einschränkungen. Seine Zahlen und seine Aussagen über Motive sind jedoch unterschiedliche Arten von Behauptungen.
Die Rhodium-Auswertung bezieht sich auf Treibhausgase in CO₂-Äquivalenten im Jahr 2019 und auf ihre konkrete Ländergruppe. Sie ist nicht dieselbe Bezugsgröße wie das CO₂-Diagramm oben.
Der Bericht nennt 106 GW neu genehmigte Kohlekraftkapazität – anschaulich etwa zwei große 1-GW-Kraftwerke pro Woche. Tatsächlich waren es 168 Blöcke an 82 Standorten. Keine konstante aktuelle Wochenrate und keine Angabe fertig gebauter Kraftwerke.
Zugesandte Meinung. Pauschale Behauptungen über Personen, verborgene Absichten oder einen Zwang zum Insektenverzehr werden durch die danebenstehenden Datenquellen nicht belegt.
China stößt mehr CO2 aus als die gesamte entwickelte Welt zusammen - und genehmigt jede Woche zwei neue Kohlekraftwerke.
Warum erwähnen Al Gore, John Kerry, Bill Gates, Greta Thunberg und der Rest des totalitären Klimakults das nie?
Stattdessen reden sie davon, die Landwirtschaft einzustellen, den Fleischkonsum zu stoppen, nichtelektrische Fahrzeuge zu verbieten und uns zu zwingen, Insekten zu essen.
Da jede menschliche Aktivität, einschließlich des Atmens, CO2-Emissionen verursacht, ist die "CO2 ist schmutzig"-Erzählung nur ein Vorwand, um jedes noch so kleine Detail unseres Lebens zu kontrollieren, zu regulieren und zu überwachen.
Es geht nicht wirklich darum, die Umwelt zu kontrollieren - es geht darum, uns zu kontrollieren.
Die Frage, wie viel staatlicher Eingriff für welchen Nutzen gerechtfertigt ist, kann politisch diskutiert werden. Emissionszahlen allein belegen aber keine verborgene gemeinsame Absicht der genannten Personen.
10 / Das Gedankenexperiment
Nicht das Land verschwindet. In diesen Gedankenexperimenten entfallen zukünftige CO₂-Emissionen. Verglichen wird jeweils mit einem konstanten Ausstoß von 573,5 Mio. Tonnen pro Jahr.
weniger zusätzliche globale Erwärmung
Schraffierte Fläche: vermiedene Ausgangsmenge, vor Zusätzlichkeit und Verlagerung.
Das ist keine sofortige Abkühlung. Die Zahl ist eine Differenz gegenüber dem gewählten Emissionspfad, keine isoliert am Thermometer messbare nationale Wirkung. Keine Modellierung von Methan, Aerosolen, internationalen Lernwirkungen oder regionalen Schäden. Die CO₂-Aufnahme durch Senken darf nicht noch einmal als pauschaler Abzug auf die TCRE gerechnet werden.
Der Stoff hinter der Rechnung / Bevor es an die Zapfsäule geht
Ein Kohlenstoffatom. Zwei Sauerstoffatome. Pflanzennahrung und Treibhausgas zugleich. Die Zusammensetzung erklärt die Masse; die Eigenschaften erklären die Wirkung.
Kohlenstoff in einer
Tonne CO₂
chemisch gebundener
Sauerstoff
Das Jahresmittel 2025 entspricht 0,042562 % der trockenen Luft. Gegenüber rund vermuteten 280 ppm vor der Industrialisierung liegt die Konzentration heute bei rund 52 % mehr. Dieser historische Vergleichswert wird aus Luft in Eisbohrkernen rekonstruiert; er ist keine damalige Stationsmessung.
Die geringe Menge allein beantwortet die Wirkungsfrage nicht. Entscheidend sind unter anderem die Absorption von Wärmestrahlung, Rückkopplungen und die Reaktion des Gesamtsystems.
Ein Liter fossiles Benzin
Gesetzlicher Dichtewert
Sauerstoff aus der Luft
Gerundetes Reaktionsmodell
2.394 g CO₂ + 918 g Wasser
Kein Gramm aus dem Nichts
Vereinfachtes Kohlenwasserstoffmodell, keine Analyse einer konkreten Tankfüllung. Die reale Zusammensetzung und beigemischtes Ethanol können abweichen.

Rechner 03 · An der Zapfsäule
Nicht der ganze Spritpreis. Nicht die gesamte Mehrwertsteuer. Nur der rechnerische CO₂-Kostenanteil – transparent bis zur Tankfüllung.
Tank-Alarm: Spritpreise & Preisbestandteile ↗Keine Preisgarantie: Weitergabe, Bioanteil und alle anderen Preisbestandteile beeinflussen den tatsächlichen Tankstellenpreis. Ein geringerer Zertifikatspreis ist kein Nachweis für einen gleich hohen gesellschaftlichen Nutzenverlust.
11 / Vom Sprit zum Stromsystem
Wer nach den Kosten an der Zapfsäule weiterfragt, landet zwangsläufig beim Stromsystem. Der politische Umbau zielt im Kern auf mehr Elektrifizierung – und damit vor allem auf Wind und Solar. Genau dort stellt sich die nächste kritische Frage: Wie wird Versorgung gesichert, wenn diese Quellen gerade nicht liefern?
Wärmepumpen, Elektroautos, Elektrolyse und neue Industrieprozesse verlagern Bedarf in Richtung Strom. Damit steigt die Bedeutung eines jederzeit belastbaren Netzes.
Die Nennleistung einer Anlage sagt noch nicht, ob sie im entscheidenden Moment auch Energie bereitstellt. Deshalb reicht ein Blick auf installierte Megawatt nicht aus.
Fehlen Wind und Sonne, braucht es Reserve: Speicher, flexible Nachfrage, Importe oder gesicherte konventionelle Leistung. Erst daraus wird ein belastbares Gesamtsystem.
Wie groß Speicher werden, wie Notstrom abgesichert wird und was der Rückbau von Anlagen kostet, sieht man erst im konkreten Projekt – nicht in der Schlagzeile.
Energiepolitik als eigener Prüfkomplex
Wind und Solar liefern wetter- und tageszeitabhängig. Deshalb reicht die Nennleistung nicht aus. Entscheidend ist, wie die ungedeckte Restlast in Dunkelflauten, Spitzenstunden und kritischen Lagen tatsächlich gedeckt wird – durch gesicherte Erzeugung, Importe, flexible Nachfrage oder Speicher.
Das sind 1.800 GWh nutzbare Energie. Bei 90 % Entladewirkungsgrad müssten zu Beginn 2.000 GWh gespeichert sein. So wird aus einer Leistungslücke eine Energiemenge – im gewählten Beispiel.
Erzeugung, Reserve, Speicher, Flexibilität und Netze müssen dieselbe Versorgung erbringen. Auch konventionelle Anlagen können ausfallen.
Rohstoffe, Fläche, Lebensdauer, Rückbau und Recycling pro gleicher Energiedienstleistung vergleichen – für alle Technologien.
Welche Kombination aus Kernenergie, Wind, Sonne, Gas, Kohle, Speichern oder anderen Optionen würde welche Emissionen und Kosten erzeugen?
Die Energiemenge in ein Kostenbeispiel übersetzen
Ein frei gewählter Investitionsansatz für die oben erforderliche Kapazität. Keine Aussage, dass Deutschland genau diesen Speicher bauen muss.
12 / Was die Umsetzung praktisch bedeutet
Genau hier wird es praktisch: Wie aufwendig ist ein belastbares Notstromsystem wirklich? Und was bedeutet der spätere Rückbau von Wind- und Solaranlagen mit Fundament, Kabeln, Logistik und Recycling? Zwei eigene Projektangebote machen diese Arbeit sichtbar.
Ein HVO-freigegebenes Aggregat, Batteriespeicher, Wärmerückgewinnung und Ladetechnik werden als gemeinsames System geplant. Das Referenzmodell arbeitet mit 250 kW elektrischer Betriebsleistung und einem wählbaren 72-Stunden-Notstromziel.
HVO bedeutet nicht automatisch klimaneutral. Die Bilanz hängt unter anderem von Rohstoff, Herstellung, Transport und Nutzung ab; auch bei der Verbrennung wird CO₂ freigesetzt.
Beigelegte Projektfassung · Farmacon Invest GmbHWindenergieanlage oder Solarpark: Demontage, Kranlogistik, Transport, Materialtrennung, Fundament, Kabel und Wiederherstellung der Flächen gehören zum Projekt. Der Kalkulator macht den Umfang und seine Kostenannahmen sichtbar.
Die Kosten hängen von Anlage, Standort, Genehmigung, Entsorgungsweg und Erlösen ab. Eine einzelne Pauschale ersetzt weder Bestandsaufnahme noch Angebot.
Beigelegte Projektfassung · Farmacon Invest GmbHDie beiden Schaltflächen öffnen die mitgelieferten Projektfassungen in einem neuen Tab. Es ist noch keine öffentliche Zieladresse hinterlegt. REVARTIS lädt seine vorhandenen Projektfotos erst nach dem Öffnen extern. Es wird kein Auftrag versendet.

So lesen wir die Zahlen
Erst beobachten, dann Ursachen prüfen, Wirkungen berechnen und Aufwand vergleichen. Vier unterschiedliche Schritte - keine Abkürzung.
Temperatur, Konzentration, Ozeane und Zeiträume auseinanderhalten.
02 ERKLÄRENMenschliche Einflüsse, Sonne, Vulkane und natürliche Schwankungen prüfen.
03 BEEINFLUSSENNicht das Wetter bestellen, sondern konkrete Emissionen und Risiken verändern.
04 VERGLEICHENZusätzlichen Nutzen, reale Kosten, Nebenwirkungen und Alternativen vergleichen.
CO₂ in trockener Luft
Globales Jahresmittel 2025
Deutschlands Weltanteil 2024
Fossiles & industrielles CO₂
Niedriger Ansatz der Evaluation
Kein gemessener Schadenswert
Weniger Erwärmung im Beispiel
Deutschland: linear auf null, 20 Jahre
Das Wissen dahinter
69 Antworten zu Chemie, Klimatreibern, Deutschlands Anteil, Kosten und den Grenzen der Rechnung. Mit Quellen direkt an jeder Antwort.
Menschen, Tiere und Landwirtschaft
Auch Menschen und Tiere geben CO₂ ab. Doch für den zusätzlichen Eintrag in die Atmosphäre macht es einen Unterschied, ob Kohlenstoff aus Nahrung im Kreislauf zurückkehrt oder aus fossilen Lagerstätten hinzukommt.
2,35 Mrd. t CO₂/Jahr
Größenordnung einer Modellstudie zum menschlichen Stoffwechsel für 2010. Aus 0,64 Milliarden Tonnen Kohlenstoff werden mit 44/12 rund 2,35 Milliarden Tonnen CO₂.
Eine Brutto-Abgabe im Nahrungskreislauf, kein zusätzlicher Anteil am fossilen Diagramm oben.
2,97 Mrd. t CO₂/Jahr
Dieselbe Studie schätzt für die Atmung beziehungsweise den Stoffwechsel von Nutztieren 2010 rund 0,81 Milliarden Tonnen Kohlenstoff – umgerechnet 2,97 Milliarden Tonnen CO₂.
Nicht gleichbedeutend mit der gesamten Klimabilanz von Fleisch, Milch oder Tierhaltung.
12 % aller anthropogenen Treibhausgase
Die FAO schätzt für das Bezugsjahr 2015 rund 6,2 Milliarden Tonnen CO₂-Äquivalente entlang tierischer Ernährungssysteme: Tiere, Futter, Landnutzung und Lieferketten.
Methan, Lachgas und CO₂ gemeinsam. Weder 12 % reines CO₂ noch eine zusätzlich addierbare Kategorie.
Die gesamte Agrar- und Ernährungskette verursacht nach FAO für 2023 rund 16,5 Milliarden Tonnen CO₂-Äquivalente: etwa 32 % aller anthropogenen Treibhausgasemissionen in dieser Bilanz. Darin stecken Tierhaltung und Pflanzenbau ebenso wie Landnutzungsänderung, Verarbeitung, Transport, Handel und Konsum.
8,1Mrd. t CO₂e
innerhalb der Betriebe
5,2Mrd. t CO₂e
vor- und nachgelagerte Kette
3,2Mrd. t CO₂e
Landnutzungsänderungen
Andere Abgrenzung als das CO₂-Sektordiagramm: nicht addieren. Die 12-%-Tierhaltungsangabe oben bezieht sich auf 2015, diese breitere Ernährungsbilanz auf 2023.
CO₂ in der Luft → Pflanzen → Nahrung und Futter → Atmung → CO₂ in der Luft
Fossile Energie, Dünger, Methan und Landnutzungsänderungen in der Lebensmittelproduktion bleiben davon getrennt zu betrachten.
Redaktioneller Standpunkt / Der Mensch im Mittelpunkt

Wir atmen, essen, wohnen, arbeiten, reisen und sorgen füreinander. Unser Leben ist mit Kohlenstoffkreisläufen und Energieverbrauch verbunden. Eine Emissionsbilanz beschreibt dabei Stoffströme – nicht den Wert eines Menschen.
Die politische Frage lautet deshalb: Wie können wir Risiken begrenzen, ohne Freiheit, Versorgung und menschliches Wohlergehen aus dem Blick zu verlieren?
Die Zuspitzung dieser Kritik
Wer nur die kleinste Emissionszahl zum alleinigen Maßstab erhebt und das menschliche Leben selbst zur Störung erklärt, landet bei einem menschenfeindlichen Ideal. Das Ziel darf nicht sein, den Menschen wegzurechnen, sondern gute Lebensbedingungen zu ermöglichen.
Viele wirtschaftliche Aktivitäten verursachen heute zusätzliche Emissionen. Biologisches Atem-CO₂ und fossile Freisetzung bleiben dabei verschieden.
Aus einer Aussage über Ursachen ergibt sich kein Urteil über den Wert menschlichen Lebens. Die Behauptung, Klimaforschung verlange eine menschenleere Erde, wird hier nicht aufgestellt.
Wie viel zusätzliche Emission vermeidet eine Maßnahme? Was kostet sie? Wem nützt sie, wem schadet sie – und welche bessere Alternative gibt es?
Emissionsmenge und Zahl der Menschen sind nicht dieselbe Größe. Techniken, Energiequellen, Infrastruktur und Lebensweisen verändern den Ausstoß. Der IPCC dokumentiert Länder mit über zehn Jahren anhaltenden Emissionsrückgängen; Umfang und konsumbezogene Bilanz unterscheiden sich. Das begründet weder jede einzelne Maßnahme noch den Schluss, menschliches Leben müsse verschwinden.
Die Grundlage & weitere Perspektiven
Evaluation, Kommentar und Video sind unterschiedliche Quellenarten. Nicht jedes verlinkte Material ist ein bestätigter Tatsachenbeleg.

Die bereitgestellte PDF-Ausgabe umfasst 62 Seiten. Sie enthält die Herleitung der Bewertungsannahmen, die Wirkungskette und die Grenzen der Rechnung. Rechnungen und Bewertungsannahmen werden direkt bei den Rechnern erläutert.
Eine politische und ökonomische Perspektive. Die Zuspitzung auf „höchstens 5 Euro“ ist keine hier nachgewiesene wissenschaftliche Obergrenze.
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Nachvollziehbarkeit statt Autoritätsargument
55 Quellen und Materialien mit Datum, Herkunft und Einordnung. Zahlen sind datierte Snapshots. Modelle bleiben Modelle – auch die eigenen. Die Quelle hinter jeder Q-Nummer lässt sich direkt öffnen.
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